Sandra und Armin von camping-checker.de im Interview
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Hinweis: Dieses Interview haben wir im Mai 2016 geführt. Der Blog camping-checker.de ist inzwischen offline.
Wie entsteht ein Camping-Blog, und wie campt eine Familie, die darüber schreibt? Wir haben 2016 hinter die Kulissen von camping-checker.de (Blog ist inzwischen offline) geschaut und mit Sandra gesprochen, die den Blog zusammen mit ihrem Mann Armin betrieb. Dort ging es um Produkttests, Ausflugsziele und praktische Tipps für Gelegenheits- und Vollblut-Camper. Am Ende verrät Sandra dir drei Dinge, die du beim Camping unbedingt beachten solltest.
Mehr über den Blog liest du auch in unserer Serie über die besten Camping-Blogs in Deutschland.
Bitte stell dich unseren Lesern kurz vor
Ich heiße Sandra, Baujahr ’75 und seit 2009 stolze Mutter eines tollen Sohnes. Ich bin verheiratet mit Armin, der auch den ein oder anderen Artikel im Blog verfasst und meistens eher die technischen Probleme / Problemlösungen behandelt. Wir lieben Campingurlaube und können uns keine andere Urlaubsform vorstellen. Schon als Kind bin ich mit meiner Mutter, meinem Bruder und meinen Großeltern immer zum Camping gefahren und habe das immer sehr genossen. Den ganzen Tag an der frischen Luft sein zu können, in eigenen Betten schlafen – all das würden wir nicht gegen das nobelste Hotelbett tauschen wollen!
Wann hat dich das Blog-Fieber gepackt? Wie war der Weg dahin?
Seit 2014 blogge ich zusammen mit meinem Mann regelmäßig auf unserem Blog. Die Idee dazu kam uns in einem Urlaub abends bei einem Glas Rotwein – und waren direkt Feuer und Flamme, so dass wir noch im Urlaub unseren ersten Artikel online stellten. Ich hatte schon ein wenig Vorerfahrung im Bereich Bloggen, da ich in meinem Onlineshop (Well-Nest.de) auch einen Blog anbiete, und so wusste ich, dass es mit ein bisschen Schreiberei nicht getan ist. Zum Bloggen gehört sehr viel Recherche, und ein Artikel, den man in 5 Minuten durchgelesen hat, kann schon mal ein paar Stunden Arbeit verschlungen haben. Aber es macht unheimlich viel Spaß, vor allem, wenn man sieht, wie die Besucherzahlen steigen und bei den Leuten ankommt, was man zu sagen hat.
Du betreibst den Blog camping-checker.de. Was genau findet man dort?
Wir schreiben über alles, was mit Camping zu tun hat. Das kann die Vorstellung eines Campingplatzes sein, den wir besucht haben oder auch einfach nur ein tolles Ausflugsziel, das wir bei einer Tagestour entdeckt haben. Sehr gut entwickelt hat sich die Kategorie „Produkttests“, in denen wir Campingartikel bzw. Produkte, die man im Campingurlaub gebrauchen kann, auf Herz und Nieren testen. Aber auch ganz alltägliche Dinge sprechen wir im Blog an. Praktische Tipps, wie man etwas repariert oder technische Probleme meistert, finden sich ebenso wie eigene Erfahrungsberichte, Messeberichte oder aktuelle Themen, die wir aufgreifen und uns damit auseinandersetzen.
Wie gestaltest du deinen Campingurlaub am liebsten? Gibt es Orte, die du bevorzugst?
Ich liebe sowohl die Berge als auch das Meer, den Norden ebenso wie die südlichen Länder – von daher habe ich kein bevorzugtes Reiseziel. Obwohl – Italien reizt mich ja schon immer wieder, ist nur leider mit viel Fahrerei und Spritkosten verbunden 🙁 Als Mutter eines Sechsjährigen weiß ich aber die Anwesenheit von Wasser sehr zu schätzen, sei es in Form von Meer, eines Sees oder im Zweifelsfall wenigstens ein Schwimmbad in unmittelbarer Nähe. Wer einmal mit Kindern mehrere verregnete Tage hintereinander im Wohnwagen verbracht hat, weiß, wovon ich spreche 😉 Bei der Auswahl der Campingplätze haben wir natürlich aufgrund unseres Kindes immer ein besonderes Augenmerk auf eine kinderfreundliche Ausstattung – ein guter Spielplatz ist also das Mindeste, was ein Platz uns bieten muss! Ansonsten sind wir eher bescheiden und genießen auch mal eine einfache Radtour durch eine schöne Landschaft.
Woher holst du deine Ideen und Anregungen für neue Projekte?
Die Ideen für neue Artikel fallen mir eigentlich so zu. Mittlerweile schreiben mich aber oft auch Firmen an, die ein Produkt von uns testen lassen möchten – so lernt man auch immer wieder neue Dinge kennen, mit denen man sich vielleicht vorher gar nicht so beschäftigt hat. Außerdem schaue ich auch auf anderen Camping-Blogs und in Camping-Magazinen regelmäßig vorbei. Wenn ich dort etwas über ein Thema lese, was ich vielleicht auch mal von einer anderen Seite beleuchten möchte, entwickelt sich daraus oft ein ganz eigenes Projekt. Und wenn wir einen tollen Ausflug – auch außerhalb eines Urlaubes – gemacht haben, schreibe ich darüber, denn solche Tipps sind immer hilfreich für Camper, die in unserer Gegend Halt machen.
Wo soll es mit deinem Blog in Zukunft noch hingehen?
Ich werde den Blog weiterhin fleißig mit Content füllen, denn das macht mir Spaß und ist mittlerweile ein fester Bestandteil meiner Woche geworden. Von den Einnahmen des Blogs kann ich zwar (bislang) nicht leben, aber daran kann man ja noch arbeiten. Langfristig gesehen soll der Blog zumindest ein zweites Standbein werden, denn was gibt es Schöneres als das Hobby zum Beruf zu machen?
Zum Schluss: Welche 3 Camping-Tipps sollte man deiner Meinung nach unbedingt beachten?
- Verantwortlich mit der Umwelt umgehen und bitte, bitte, seinen Müll entsorgen. Es gibt nichts Schlimmeres als Camper, die hinter sich eine Müllhalde hinterlassen!
- Alle Camper sind gleich, egal, ob mit großem Luxus-Wohnmobil oder mit einfachem Zelt unterwegs.
- Örtliche Regeln unbedingt beachten, denn sie haben meist einen Sinn und man erspart sich nur unnötigen Ärger. Wenn es absolut nicht passt, kann man als Camper ja glücklicherweise jederzeit abreisen!
Vielen Dank, Sandra, für das nette Interview!
Weiterlesen rund ums Camping
Sandras Tipps zur Vorbereitung passen gut zu unserem Ratgeber für einen stressfreien Campingurlaub. Wenn du mit Kindern unterwegs bist und Ideen für Regentage oder sonnige Tage suchst, schau in unsere Campingaktivitäten für den Sommer. Ein zusätzliches Bett für Kinder oder Gäste im Vorzelt findest du mit dem Feldbett-Finder.
Ein weiteres Interview aus unserer Reihe: Tanja von taklyontour.de im Gespräch.
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