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Festival Camping Tipps: So zeltest und schläfst du besser

Erschienen am , 14 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Reise früh an und bau dein Zelt auf leicht erhöhtem, ebenem Boden mit Abstand zu Wegen, Toiletten und Bühnen auf.
  • Schlaf über dem Boden: Ein Feldbett hält dich bei Regen trocken, eine Auflage schützt vor Kälte von unten.
  • Ohrstöpsel und Schlafmaske gehören ins Gepäck, Ausweis, Geld und Handy trägst du immer am Körper.
  • Vom Parkplatz zum Zeltplatz sind es oft 1 bis 2 km, ein faltbarer Bollerwagen mit breiten Reifen spart dir Wege.

Keine Zeit? Unsere Empfehlung:

Unser Festival-Favorit: laut Hersteller nur 4,9 kg, 150 kg Tragkraft und 92 cm Packmaß, dazu günstig genug, dass Schlamm oder Verlust nicht wehtun.

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Inhalt dieser Seite

Die wichtigsten Festival Camping Tipps in Kürze: Reise früh an, bau dein Zelt auf erhöhtem Boden mit Abstand zu Wegen auf und schlaf über dem Boden statt darauf. Pack Ohrstöpsel und Schlafmaske ein, lass Wertsachen zu Hause und plan den Weg vom Parkplatz zum Zeltplatz mit ein. Wer diese fünf Punkte beachtet, übersteht auch ein verregnetes Wochenende ausgeschlafen.

  1. Früh anreisen: Die guten Plätze sind schnell weg.
  2. Erhöht zelten: Nie in Senken, nie direkt am Hauptweg.
  3. Über dem Boden schlafen: Ein Feldbett hält dich bei Regen trocken.
  4. Lärm und Licht abschirmen: Ohrstöpsel und Schlafmaske gehören ins Gepäck.
  5. Nichts Wertvolles mitnehmen: Ein Zelt ist kein Tresor.

Dieser Guide bündelt alles rund ums Campen auf dem Festival: Zeltplatz, Schlaf, Wetter, Sicherheit, Transport und Abreise. Wo wir ein Thema schon ausführlich behandelt haben, verlinken wir dich weiter, statt alles zu wiederholen. Die komplette Packliste findest du zum Beispiel in unserer Festival-Ausrüstung-Checkliste.

Ein Hinweis vorab: Jedes Festival hat eigene Regeln für Glas, Gaskartuschen, Pavillons, Grills und Bollerwagen. Was wir hier allgemein beschreiben, ersetzt nicht den Blick in die Hausordnung oder FAQ deines Festivals.

Unser Festival-Feldbett 2026

Auf dem Festival hat ein Feldbett andere Aufgaben als im Gästezimmer. Es muss den Weg vom Parkplatz zum Zeltplatz überstehen, nass und dreckig werden dürfen und darf nicht so teuer sein, dass dir ein Verlust wehtut. Wir haben die Modelle aus unserer Datenbank deshalb nach fünf Kriterien sortiert: Gewicht, Preis, Robustheit, Packmaß und Tragkraft.

Unser Favorit: GOODS+GADGETS Army Feldbett aus Aluminium

Für die meisten Festivalgänger empfehlen wir das GOODS+GADGETS Army Feldbett. Laut Hersteller wiegt es 4,9 kg, trägt 150 kg und packt sich zusammengeklappt auf 92 × 20 × 12 cm. Die Liegefläche misst 195 × 65 cm, der Aufbau soll ohne Werkzeug in unter einer Minute gelingen.

Warum gerade dieses Modell:

  • Gewicht: Mit 4,9 kg ist es rund 2 kg leichter als einfache Stahlbetten. Auf einem langen Fußweg mit Zelt und Getränken merkst du das.
  • Preis: Es gehört zu den günstigeren Alu-Feldbetten. Wenn es nach dem Festival voller Schlamm ist oder verschwindet, ist das ärgerlich, aber kein Drama.
  • Robustheit: Der Hersteller nennt verstärkte Rohre, neue Scharniere und Cordura-Nähte seit 2019. Aluminium rostet nicht, was nach einem nassen Wochenende ein Vorteil ist.
  • Packmaß: 92 cm Länge passen in jeden Kofferraum und quer auf einen Bollerwagen.

Die Schwächen solltest du kennen. 150 kg Tragkraft reichen für die meisten, lassen aber weniger Reserve, wenn sich abends zwei Leute auf die Kante setzen. Die Liegehöhe nennt der Hersteller in den uns vorliegenden Angaben nicht. Miss also vor dem Kauf dein Zelt aus und prüf die Höhe auf der Produktseite. Und Aluminium ist weicher als Stahl: Ein harter Schlag beim Verladen kann ein Rohr verbiegen.

Spar-Alternative: BB Sport Feldbett aus Stahl

Wenn du mit dem Auto nah an den Zeltplatz kommst oder einen Bollerwagen dabeihast, ist das BB Sport Feldbett eine gute Wahl. Laut Hersteller hat es einen pulverbeschichteten Stahlrahmen, trägt 180 kg und misst 190 × 64 × 41 cm. Es packt sich auf 96 × 18 × 10 cm.

Der Nachteil ist das Gewicht: 6,9 kg sind auf zwei Kilometern Fußweg spürbar. Dafür verzeiht Stahl grobe Behandlung beim Transport besser als Alu, und die 41 cm Bodenfreiheit lassen Platz für Rucksack und Getränkekiste unter dem Bett. Die Pulverbeschichtung schützt laut Hersteller vor Korrosion. Wenn sie an den Gelenken abplatzt, kann dort trotzdem Rost entstehen, also gut trocknen lassen.

Für Große und Schwere: BB Sport Feldbett XXL

Bist du deutlich über 1,85 m groß oder brauchst mehr Reserve bei der Tragkraft, schau dir das BB Sport Feldbett XXL an. Laut Hersteller misst es 210 × 72 × 45 cm, trägt 200 kg und hat einen Stahlrahmen. Das Packmaß liegt bei 100 × 20 × 11 cm.

Das Gewicht gibt der Hersteller in den uns vorliegenden Angaben nicht an. Bei einem Stahlbett dieser Größe solltest du eher mit mehr als beim normalen BB Sport rechnen, plane also den Bollerwagen fest ein. Mit 45 cm Höhe und 210 cm Länge braucht es außerdem ein großes, hohes Zelt. Mehr zu großen Modellen liest du in unserem Ratgeber Feldbett XXL für die Großen.

Merkmal GOODS+GADGETS Army Feldbett Aluminium BB Sport Feldbett 190 × 64 BB Sport Feldbett XXL 210 × 72
Maße aufgebaut195 × 65 cm190 × 64 × 41 cm210 × 72 × 45 cm
Belastbar bis150 kg180 kg200 kg
Eigengewicht4,9 kg6,9 kg–
Packmaß92 × 20 × 12 cm96 × 18 × 10 cm100 × 20 × 11 cm
MaterialAluminiumStahl pulverbeschichtet, 600D PolyesterStahl, Polyester
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Wie du ein Festival-Feldbett grundsätzlich nach Preisklasse, Material und Zelthöhe auswählst, erklären wir ausführlich im Kaufratgeber Feldbett fürs Festival. Wenn du lieber ein paar Fragen beantwortest und dir passende Modelle vorschlagen lässt, nutz unseren Feldbett-Finder. Dort gibst du dein Budget und deine Prioritäten an und bekommst eine kurze Auswahl.

Zeltplatz finden und aufbauen

Der Zeltplatz entscheidet über dein ganzes Wochenende. Ein schlechter Platz lässt sich nach dem Aufbau kaum noch ändern, weil drumherum alles voll ist.

Früh anreisen lohnt sich

Die besten Flächen sind auf großen Festivals oft schon wenige Stunden nach Öffnung der Campingplätze belegt. Wer am ersten Tag früh kommt, hat die Wahl. Wer spät kommt, nimmt, was übrig ist: Senken, Hänge oder den Streifen direkt neben dem Weg zur Toilette. Prüf in den Infos deines Festivals, ab wann die Zeltplätze geöffnet sind.

Der richtige Platz: Diese Punkte zählen

  • Keine Senken: Regenwasser sammelt sich an der tiefsten Stelle. Ein leicht erhöhter, ebener Platz ist Gold wert, auch wenn er weiter weg liegt.
  • Abstand zu Wegen: An Hauptwegen laufen die ganze Nacht Leute vorbei, stolpern über Abspannleinen und leuchten mit Taschenlampen ins Zelt.
  • Abstand zu Toiletten: Kurze Wege sind praktisch, aber direkt daneben riecht es, und es herrscht Dauerbetrieb.
  • Abstand zu Bühnen und Lautsprechern: Je weiter weg von der Hauptbeschallung, desto eher schläfst du. Achte auch auf Nachbarcamps mit großen Boxen.
  • Schatten am Morgen: Ein Baum, ein Zaun oder ein hohes Nachbarzelt im Osten verschafft dir morgens eine Stunde mehr Schlaf.
  • Orientierung: Merk dir markante Punkte oder häng eine Fahne auf, damit du dein Zelt nachts wiederfindest.

Zelt aufbauen: auf den Boden kommt es an

Festivalwiesen sind entweder knochenhart nach Wochen ohne Regen oder weich und matschig. Die dünnen Heringe, die vielen Zelten beiliegen, biegen sich im harten Boden und halten im Matsch kaum. Nimm deshalb ein paar stabile Zeltheringe aus Stahl und einen Gummihammer mit. Schlag die Heringe schräg vom Zelt weg ein, dann halten sie bei Wind besser.

Spann das Außenzelt straff ab. Liegt es am Innenzelt an, drückt Regen Feuchtigkeit nach innen. Bei Gruppen lohnt es sich, die Zelte im Kreis oder Halbkreis um einen gemeinsamen Bereich zu stellen. Das schafft Platz und etwas Windschutz.

Zeltgröße und Feldbett-Höhe zusammen denken

Ein häufiger Festival-Zelt-Tipp, der zu spät kommt: Das Feldbett muss ins Zelt passen. Viele Wurfzelte sind innen flach und fallen zu den Seiten stark ab. Ein Feldbett mit 41 bis 45 cm Höhe steht dann zwar, du liegst aber mit der Nase am Zeltdach.

Rechne zur Liegehöhe deines Betts etwa 50 bis 60 cm für dich im Schlafsack dazu. So hoch sollte das Zelt dort mindestens sein, wo das Bett steht. Plan außerdem die Länge ein: Ein 210 cm langes XXL-Bett passt nicht in jedes Zwei-Personen-Zelt. Bau dein Setup am besten einmal im Garten oder Wohnzimmer zur Probe auf.

Besser schlafen auf dem Festival

Die meisten kommen nicht wegen des Schlafs aufs Festival, aber ohne Schlaf ist am dritten Tag die Luft raus. Die fünf großen Schlafräuber sind Lärm, Licht, Hitze am Morgen, Kälte in der Nacht und Nässe. Wenn du dich um alle fünf kümmerst, schläfst du auf dem Festival besser.

Lärm: Ohrstöpsel sind Pflicht

Irgendwo läuft immer Musik, und wenn die Bühnen schließen, übernehmen die Nachbarcamps. Packe mehrere Paar Ohrstöpsel zum Schlafen ein, weil sie gern im Schlafsack verschwinden. Weiche Schaumstoffstöpsel dämpfen gut und sind günstig, wiederverwendbare Modelle aus Silikon lassen sich leichter sauber halten.

Licht: Ab 6 Uhr ist es hell

Im Sommer wird es früh hell, und dünne Zeltwände halten kaum Licht ab. Eine Schlafmaske verschafft dir die Stunden, die dir nach einer langen Nacht fehlen. Sie wiegt fast nichts und passt in jede Jackentasche.

Hitze im Zelt am Morgen

Sobald die Sonne aufs Zelt scheint, steigt die Temperatur innen schnell an. Dagegen helfen ein Platz mit Morgenschatten, ein helles Tarp oder ein Pavillon über dem Zelt, sofern dein Festival Pavillons erlaubt. Öffne vor dem Schlafengehen die Lüftungen, damit warme Luft abziehen kann. Wenn es trotzdem zu heiß wird, verleg den Schlaf auf den frühen Nachmittag im Schatten.

Kälte nachts trotz Sommer

Klare Sommernächte auf offenen Feldern kühlen stark ab, auch nach einem heißen Tag. Nimm einen Schlafsack mit, der zur kältesten erwarteten Nacht passt, nicht zum Tageswetter. Auf dem Feldbett kommt ein zweiter Punkt dazu: Unter dir zirkuliert kühle Luft, die dich von unten auskühlt.

Abhilfe schafft eine Auflage oder Isomatte auf dem Bett. Die KingCamp Feldbett-Auflage misst laut Hersteller 190 × 64 cm, wiegt etwa 0,73 kg und hält mit vier Eckgurten auf dem Bett. Sie polstert außerdem die Querstreben ab. Wie Auflagen grundsätzlich funktionieren, erklärt unser Ratgeber Feldbettauflage: Liegekomfort erhöhen.

Feldbett oder Isomatte, wenn es matschig wird?

Eine Isomatte ist leichter und isoliert gut, liegt aber direkt auf dem Zeltboden. Läuft Wasser ins Zelt, liegst du mittendrin. Ein Feldbett hebt dich über die Pfütze, braucht aber mehr Platz und Gewicht. Bei Regenprognose ist das Feldbett klar im Vorteil, bei Anreise mit Bahn und Rucksack eher die Matte.

Welches Schlafsetup zu dir passt, ob Isomatte, Luftmatratze, Feldbett, Hängematte oder Sitzsack, vergleichen wir ausführlich in Schlafen auf dem Festival.

Regen und Schlamm überstehen

Ein Festival ohne Regen ist Glückssache. Wenn es länger schüttet, verwandeln sich Wege und Zeltplätze schnell in Matsch. Mit etwas Vorbereitung bleibt dein Schlafplatz trotzdem trocken.

  • Plane unter dem Zelt: Eine Plane unter dem Zeltboden schützt vor Feuchtigkeit und spitzen Steinen. Wichtig: Sie darf nicht über den Zeltrand hinausragen, sonst leitet sie Regenwasser direkt unter dein Zelt. Falte überstehende Ränder nach innen unter das Zelt.
  • Feldbett als Trockeninsel: Auf dem Bett liegst du über dem Wasser, das bei Starkregen ins Zelt drückt. Stell es nicht an die Zeltwand, sonst saugt der Schlafsack Feuchtigkeit von der nassen Innenwand.
  • Füße unterlegen: Auf aufgeweichtem Boden sinken die Bettfüße ein und drücken sich in den Zeltboden. Ein flaches Brettchen oder ein Kunststoffdeckel unter jedem Fuß verteilt das Gewicht.
  • Gepäck unters Feldbett: Pack Rucksack, Kleidung und Schlafsachen in Müllsäcke und stell sie unter das Bett. Dort sind sie vor Pfützen am Boden geschützt.
  • Gummistiefel: Mit Gummistiefeln kommst du trocken durch den Matsch zum Zelt und zur Bühne. Lass sie vor dem Innenzelt im Vorraum stehen, damit der Dreck draußen bleibt.
  • Trockene Garnitur: Halte einen Satz Kleidung nur für die Nacht im Müllsack zurück. Egal wie nass der Tag war, du schläfst trocken.

Steht dein Zelt doch in einer Pfütze, hilft oft schon ein flacher Graben, den du um die tiefste Stelle herum Richtung Gefälle ziehst. Frag aber vorher die Nachbarn, damit du das Wasser nicht in ihr Zelt leitest.

Sicherheit und Diebstahl auf dem Zeltplatz

Auf großen Zeltplätzen verschwinden immer wieder Dinge. Ein Zelt lässt sich nicht wirksam sichern, ein Messer öffnet jede Zeltwand. Die beste Strategie ist deshalb, gar nicht erst etwas Wertvolles dort liegen zu lassen.

  • Wertsachen am Körper: Ausweis, Geld, Karte und Handy gehören in eine Bauchtasche oder einen Brustbeutel, den du auch nachts trägst. Manche Festivals bieten Schließfächer an.
  • Zelt nicht abschließen: Ein Vorhängeschloss am Reißverschluss hält niemanden auf und signalisiert, dass drinnen etwas zu holen ist. Lass das Zelt lieber unauffällig zu.
  • Günstige Ausrüstung: Nimm bewusst ein einfaches Zelt und ein günstiges Feldbett mit. Ein teures Komfortmodell würdest du nach einem Diebstahl oder einer Schlammschlacht deutlich mehr vermissen.
  • Kennzeichnen: Schreib deinen Namen mit wasserfestem Stift auf Feldbett, Tasche und Stühle. Das schreckt Gelegenheitsdiebe ab und hilft beim Wiederfinden.
  • Nicht unters Feldbett verstecken: Der Platz unter dem Bett ist der erste, an dem jemand sucht.
  • Nachbarschaft pflegen: Stell dich deinen Zeltnachbarn vor. Wer sich kennt, achtet aufeinander.

Wenn du dich unwohl fühlst oder etwas beobachtest, wende dich an Security oder Awareness-Teams vor Ort. Wo die zu finden sind, steht meist im Lageplan deines Festivals.

Transport vom Auto zum Zeltplatz

Unterschätze den Weg vom Parkplatz zum Zeltplatz nicht. Bei großen Festivals sind das schnell ein bis zwei Kilometer, oft über Feldwege und mit Wartezeit an der Einlasskontrolle. Alles, was du mitbringst, trägst du diese Strecke, und am Sonntag wieder zurück.

Ein faltbarer Bollerwagen ist für Gruppen die beste Investition. Darauf passen Feldbett, Zelt, Getränke und Kühlbox, und du trägst nur noch den Rucksack. Achte auf breite Reifen, denn schmale Räder graben sich in Matsch und Sand ein. Prüf vorher, ob dein Festival Bollerwagen auf dem Gelände erlaubt und ob es Größenbegrenzungen gibt.

So belädst du den Wagen sinnvoll:

  1. Schwere Dinge wie Getränke und Feldbett nach unten.
  2. Zelt und Stühle darauf, Schlafsäcke und Kleidung in Müllsäcken obenauf.
  3. Alles mit Spanngurten sichern, damit auf holprigen Wegen nichts herunterfällt.

Rechne auch das Gewicht zusammen. Ein Alu-Feldbett mit 4,9 kg, ein Zelt, Schlafsack, Matte und ein Rucksack ergeben zusammen schnell ein Gewicht, das du auf zwei Kilometern deutlich spürst. Und da sind die Getränke noch nicht dabei. Wenn ihr ohne Bollerwagen anreist, lohnt sich das leichtere Feldbett besonders.

Strom, Essen und Hygiene in Kürze

Hier nur das Wichtigste, die vollständige Liste steht in unserer Festival-Checkliste.

  • Strom: Auf den meisten Zeltplätzen gibt es keine Steckdosen. Eine Powerbank mit 20.000 mAh lädt ein Handy je nach Modell mehrmals. Schalt nachts Bluetooth und Standort aus, das spart Akku.
  • Essen: Plane die ersten Tage mit Lebensmitteln, die ohne Kühlung auskommen. Mit einem Campingbesteck vermeidest du Plastikmüll. Gaskocher und Grills sind nicht überall erlaubt, prüf die Regeln deines Festivals.
  • Wasser: Trink über den Tag verteilt genug, vor allem bei Hitze. Nimm eine Trinkflasche zum Auffüllen mit und merk dir, wo die Wasserstellen sind.
  • Hygiene: Feuchttücher, Desinfektionsgel und Toilettenpapier sind auf dem Zeltplatz mehr wert als jede Duschmarke. Duschen kannst du am besten früh morgens oder nachmittags, wenn die Schlangen kurz sind.

Abbau und Heimreise

Am letzten Tag will niemand mehr aufräumen. Trotzdem gehört alles, was du mitgebracht hast, wieder mit nach Hause. Zurückgelassene Zelte, Stühle und Feldbetten, oft „Zeltleichen“ genannt, sind auf vielen Festivals ein großes Müllproblem und werden von Helfern mühsam entsorgt.

  • Müll mitnehmen: Bring genug Müllsäcke mit und sammel den Müll schon während des Festivals. Viele Festivals haben Sammelstellen oder Pfandsysteme für Müll, schau in die Infos deines Festivals.
  • Zelt und Feldbett nass einpacken? Nur kurz: Wenn es am Abreisetag regnet, pack alles ein, aber bau es zu Hause sofort zum Trocknen auf. Nasse Bespannungen und Zeltstoffe fangen nach wenigen Tagen an zu schimmeln.
  • Feldbett trocknen lassen: Stell das Bett aufgeklappt in den Garten, auf den Balkon oder in einen trockenen Raum, bis Rahmen und Bespannung ganz trocken sind. Bei Stahlbetten verhinderst du so Rost an den Gelenken. Groben Dreck bürstest du ab, wenn er getrocknet ist.
  • Kontrolle vor dem Einlagern: Prüf Nähte, Fußkappen und Gelenke. Was jetzt kaputt ist, reparierst oder ersetzt du besser vor dem nächsten Sommer.

Plane für die Heimfahrt genug Schlaf ein. Wer nach drei Nächten mit wenig Schlaf direkt losfährt, ist müde unterwegs. Wenn du kannst, lass jemanden fahren, der ausgeschlafen ist, oder mach rechtzeitig Pausen.

Häufige Fehler beim Festival Camping

Diese Fehler sehen wir immer wieder, und sie lassen sich alle leicht vermeiden:

  • Zelt in der Senke aufbauen: Beim ersten Regen steht es im Wasser.
  • Zelt nicht zur Probe aufbauen: Fehlende Stangen oder Heringe merkst du sonst erst vor Ort.
  • Feldbett passt nicht ins Zelt: Liegehöhe und Länge vorher mit dem Zelt abgleichen.
  • Feldbett ohne Auflage: In kühlen Nächten frierst du von unten.
  • Zu warme Kleidung vergessen: Nachts wird es kälter, als du am Nachmittag denkst.
  • Zu viel Gepäck: Alles, was du nicht brauchst, trägst du hin und zurück.
  • Teure Ausrüstung mitnehmen: Schlamm, Bier und Diebstahl machen keinen Unterschied zwischen günstig und teuer.
  • Wertsachen im Zelt lassen: Ausweis, Geld und Handy gehören an den Körper.
  • Hausordnung nicht gelesen: Glasflaschen, Gaskartuschen oder der Pavillon bleiben dann an der Einlasskontrolle.
  • Ohrstöpsel vergessen: Die günstigste Hilfe für mehr Schlaf.
  • Ausrüstung dalassen: Nimm alles wieder mit und trockne es zu Hause gründlich.

Mit diesen Festival Camping Tipps bist du gut vorbereitet. Wenn dir für dein Setup noch das passende Feldbett fehlt, schau dir unsere Empfehlungen weiter oben an oder lass dir im Feldbett-Finder Modelle für dein Budget vorschlagen.

Passende Feldbetten

Häufige Fragen

Wann sollte ich zum Festival anreisen, um einen guten Zeltplatz zu bekommen?

So früh, wie es dein Festival erlaubt. Die Plätze auf leicht erhöhtem, ebenem Boden mit etwas Abstand zu Wegen und Toiletten sind meist zuerst weg. Wer erst am Abend kommt, zeltet oft in Senken oder direkt am Hauptweg. Die Öffnungszeiten der Campingflächen stehen in den Infos deines Festivals.

Wie schlafe ich auf dem Festival besser?

Am besten schläfst du über dem Boden auf einem Feldbett mit Auflage oder Isomatte. So bleibst du bei Regen trocken und frierst nicht von unten. Nimm einen Schlafsack für die kälteste Nacht mit, gegen Lärm helfen Ohrstöpsel und gegen das frühe Licht eine Schlafmaske. Stell das Zelt möglichst so, dass es morgens im Schatten steht.

Was mache ich, wenn es auf dem Festival stark regnet?

Spann zuerst die Abspannleinen nach, damit das Außenzelt nicht am Innenzelt anliegt und Feuchtigkeit nach innen drückt. Pack dein Gepäck in Müllsäcke und stell es unters Feldbett statt auf den Zeltboden. Zieh Gummistiefel an und halte einen Satz trockene Kleidung nur für die Nacht zurück. Steht das Zelt in einer Pfütze, hilft oft ein flacher Graben.

Wie schütze ich meine Sachen auf dem Zeltplatz vor Diebstahl?

Am besten, indem du gar nichts Wertvolles im Zelt lässt, denn ein Zelt lässt sich nicht wirksam sichern. Ausweis, Geld und Handy trägst du in einer Bauchtasche am Körper, auch nachts. Nimm günstige Ausrüstung mit und beschrifte sie mit deinem Namen. Ein Vorhängeschloss am Zelt signalisiert eher, dass drinnen etwas zu holen ist.

Brauche ich auf dem Festival einen Bollerwagen?

Ja, wenn du mit dem Auto anreist und Zelt, Feldbett, Getränke und Rucksack tragen musst. Bei großen Festivals sind es vom Parkplatz zum Zeltplatz oft ein bis zwei Kilometer. Achte auf breite Reifen, die nicht im Matsch einsinken, und prüf vorher, ob dein Festival Bollerwagen erlaubt und Größen begrenzt.

2016

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