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Feldbett fürs Festival: Worauf du beim Kauf achten solltest

Aktualisiert am , 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Fürs Festival reicht ein günstiges, robustes Feldbett für etwa 30 bis 70 Euro, das unter 7 kg wiegt und in dein Zelt passt.
  • Auf dem Feldbett liegst du 15 bis 45 cm über dem Boden und bleibst trocken, wenn Starkregen das Zelt unterspült.
  • Prüf die Zelthöhe: Zur Liegehöhe kommen 50 bis 60 cm dazu, für flache Wurfzelte gibt es Modelle mit 15 cm Höhe.
  • Gegen Diebstahl hilft ein unauffälliges Bett mit deinem Namen drauf, das im Zelt steht, und keine Wertsachen darunter.

Keine Zeit? Unsere Empfehlung:

Laut Hersteller 4,9 kg leicht, 150 kg belastbar und auf 92 × 20 × 12 cm verpackt: der gute Kompromiss für den Weg zum Zeltplatz.

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Inhalt dieser Seite

Ein Feldbett fürs Festival sollte vor allem günstig, robust und klein verpackt sein. Ein einfaches Alu- oder Stahlmodell für 30 bis 70 Euro reicht völlig, solange es dein Gewicht sicher trägt, unter 7 kg wiegt und in dein Zelt passt. Teure Komfortmodelle lohnen sich auf dem Zeltplatz kaum, weil Matsch, Bier und enge Zelte jedem Bett zusetzen.

Alle Tipps rund ums Campen auf dem Festival, von der Zeltplatzwahl bis zur Abreise, findest du gebündelt in unserem Festival-Camping-Guide.

Hier erfährst du, worauf du beim Kauf achtest, damit du nach drei Nächten nicht wie gerädert vor der Bühne stehst. Welche Schlafsetups es neben dem Feldbett gibt, vergleichen wir separat in Schlafen auf dem Festival. Was sonst noch ins Gepäck gehört, steht in unserer Festival-Checkliste.

Warum überhaupt ein Feldbett aufs Festival?

Auf dem Zeltplatz schlafen die meisten auf Isomatte oder Luftmatratze. Beides hat typische Festival-Probleme: Die Luftmatratze verliert nachts Luft oder wird von einem Grashalm mit Dorn perforiert, die Isomatte ist hart und liegt direkt in der Nässe, wenn das Zelt bei Starkregen unterspült wird.

Ein Feldbett hebt dich 15 bis 45 cm vom Boden. Läuft Wasser ins Zelt, liegst du trotzdem trocken, und deine Tasche unter dem Bett mit etwas Glück auch. Dazu kommt Ruhe vor Ameisen und Schnecken, und du stehst morgens leichter auf als vom Boden. Wie sich Feldbett und Luftmatratze grundsätzlich schlagen, liest du im Vergleich Feldbett vs. Luftmatratze.

Was darf ein Festival-Feldbett kosten?

Das Festival-Feldbett ist ein Gebrauchsgegenstand. Es wird nass, schmutzig, in volle Autos gestopft und von Freunden als Sitzbank genutzt. Deshalb empfehlen wir dir hier ausdrücklich die günstigere Klasse.

Preisklasse Was du bekommst Für wen
etwa 30 bis 50 Euro Stahlrahmen, 600D-Polyester, 6 bis 8 kg Anreise mit Auto oder Bollerwagen
etwa 50 bis 90 Euro Alu-Rahmen, 4 bis 6 kg längere Fußwege, mehrere Festivals im Jahr
etwa 70 bis 120 Euro Ultraleicht-Alu, 2 bis 3 kg, flach kleine Zelte, Anreise mit Bahn und Rucksack

Mehr Geld bringt auf dem Festival vor allem weniger Gewicht, nicht unbedingt mehr Komfort. Ob sich ein günstiges Modell auf Dauer rechnet, haben wir im Ratgeber Lohnt sich ein günstiges Feldbett? durchgerechnet.

Robustheit: Belastbarkeit und Rahmen

Auf dem Festival wird das Feldbett härter beansprucht als im Gästezimmer. Jemand setzt sich mit Schwung auf die Kante, zwei Leute sitzen nebeneinander, das Bett steht auf unebenem Boden. Plane deshalb Reserve ein: Die angegebene Belastbarkeit sollte gut über deinem Körpergewicht liegen.

Achte außerdem auf diese Punkte:

  • Bespannung: 600D-Polyester oder Oxford-Gewebe ist strapazierfähig und lässt sich abwischen. Dünner Stoff reißt eher an den Nähten.
  • Gestell: X-förmige Beine stehen auf weichem Boden stabiler als einzelne gerade Füße.
  • Querstangen: Bei Modellen mit Spannstangen an Kopf und Fuß brauchst du beim Aufbau Kraft. Nach einer langen Nacht im Dunkeln ist ein Klappsystem ohne Spannstangen angenehmer.
  • Fußkappen: Fehlen sie oder brechen sie ab, bohrt sich das Rohr in den Zeltboden.

Packmaß und Gewicht: der Weg zum Zeltplatz

Unterschätze nicht die Strecke vom Parkplatz zum Zeltplatz. Bei großen Festivals sind das schnell ein bis zwei Kilometer, oft mit Wartezeit an der Einlasskontrolle. Jedes Kilo zählt, wenn du dazu Zelt, Bierkiste und Rucksack schleppst.

Ein gutes Beispiel für die Mittelklasse ist das GOODS+GADGETS Army Feldbett aus Aluminium. Laut Hersteller wiegt es 4,9 kg, trägt 150 kg und schrumpft zusammengeklappt auf 92 × 20 × 12 cm. Der Aufbau soll ohne Werkzeug in unter einer Minute gehen, eine Tragetasche ist dabei.

GOODS+GADGETS Army Feldbett Aluminium

Das Army Feldbett von GOODS+GADGETS verbindet ein geringes Gewicht von 4,9 kg mit 150 kg Tragkraft und einem kompakten Packmaß.

Maße aufgebaut
195 × 65 cm
Belastbar bis
150 kg
Eigengewicht
4,9 kg

Wenn du mit dem Auto bis nah an den Zeltplatz kommst oder einen Bollerwagen dabeihast, ist ein Stahlbett die günstigere Wahl. Das BB Sport Feldbett hat laut Hersteller einen pulverbeschichteten Stahlrahmen, trägt 180 kg und wiegt 6,9 kg. Mit 96 × 18 × 10 cm Packmaß passt es trotzdem gut in den Kofferraum.

Die Zelthöhe nicht vergessen

Das häufigste Festival-Problem mit Feldbetten ist nicht das Bett, sondern das Zelt. Viele Wurfzelte sind im Innenraum flach und fallen zu den Seiten stark ab. Ein Feldbett mit 40 bis 45 cm Höhe steht dann zwar, du liegst aber mit der Nase fast am Zeltdach.

Faustregel: Nimm die Liegehöhe des Betts und rechne 50 bis 60 cm für deinen Körper im Schlafsack und etwas Luft dazu. Das Ergebnis ist die Innenhöhe, die dein Zelt dort mindestens haben sollte, wo das Bett steht. Ist das Zelt zu flach, greif zu einem niedrigen Modell.

Das Naturehike Ultraleicht-Feldbett ist laut Hersteller nur 15 cm hoch, wiegt rund 2,2 kg und trägt 150 kg. Es passt damit auch in flache Zelte und in den Rucksack, wenn du mit der Bahn anreist. Dafür liegst du näher am Boden und solltest eine Isomatte drauflegen, wenn die Nächte kühl werden.

Naturehike Ultraleicht-Feldbett

Das Naturehike Feldbett ist die Wahl, wenn jedes Kilo zählt: Laut Hersteller wiegt es um die 2,2 bis 2,5 kg und schrumpft auf 54 × 18 × 18 cm.

Maße aufgebaut
190 × 65 × 15 cm
Belastbar bis
150 kg
Eigengewicht
2,2 bis 2,5 kg

Schutz vor Nässe

Ein Feldbett schützt dich vor Wasser von unten, aber nicht von oben. Wenn das Zelt durchregnet, wird auch der Schlafsack auf dem Bett nass. Mit diesen Handgriffen bleibst du trocken:

  1. Zeltplatz wählen: Bau nicht in Senken auf, in denen sich Regenwasser sammelt.
  2. Bett nicht an die Zeltwand stellen: Berührt der Schlafsack die nasse Innenwand, saugt er Wasser.
  3. Füße unterlegen: Ein Stück Brett oder ein flacher Deckel unter jedem Fuß verhindert, dass das Bett im aufgeweichten Boden einsinkt und Löcher in den Zeltboden drückt.
  4. Gepäck hoch: Stell Rucksack und Kleidung in einem Müllsack unter das Bett, nicht direkt auf den Zeltboden.
  5. Nach dem Festival trocknen: Bau das Bett zu Hause auf und lass es durchtrocknen, bevor es in den Keller kommt. Sonst schimmelt die Bespannung, und Stahlgelenke setzen Rost an.

Diebstahl: Was du realistisch tun kannst

Ein Zelt lässt sich nicht abschließen. Auf großen Zeltplätzen verschwinden immer wieder Dinge, und am Abreisetag werden zurückgelassene Sachen eingesammelt. Teure Ausrüstung ist deshalb auf dem Festival fehl am Platz.

Was hilft:

  • Kauf bewusst ein günstiges, unauffälliges Modell. Ein schwarzes oder olivfarbenes Bett ohne große Markenlogos fällt weniger auf.
  • Schreib deinen Namen mit wasserfestem Stift auf Rahmen und Tasche. Das schreckt Gelegenheitsdiebe ab und hilft beim Wiederfinden.
  • Lass das Bett im Zelt stehen und nicht davor unter dem Pavillon.
  • Versteck keine Wertsachen unter dem Feldbett. Das ist der erste Ort, an dem jemand sucht.

Und bitte: Nimm dein Feldbett nach dem Festival wieder mit. Zurückgelassene Campingausrüstung ist auf vielen Zeltplätzen ein großes Müllproblem.

Unsere Empfehlung in Kurzform

Für die meisten Festivalgänger ist ein Alu-Feldbett um 5 kg mit 150 kg Belastbarkeit der beste Kompromiss. Wer mit dem Auto anreist und sparen will, nimmt ein Stahlbett. Wer mit der Bahn kommt oder ein flaches Wurfzelt hat, greift zum niedrigen Ultraleicht-Modell.

Merkmal GOODS+GADGETS Army Feldbett AluminiumBB Sport Feldbett 190 × 64Naturehike Ultraleicht-Feldbett
Maße aufgebaut195 × 65 cm190 × 64 × 41 cm190 × 65 × 15 cm
Belastbar bis150 kg180 kg150 kg
Eigengewicht4,9 kg6,9 kg2,2 bis 2,5 kg
Packmaß92 × 20 × 12 cm96 × 18 × 10 cm–
MaterialAluminiumStahl pulverbeschichtet, 600D PolyesterAluminium, Oxford
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Passende Feldbetten

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Feldbett fürs Festival?

Ja, wenn du auf dem Festival wirklich schlafen willst. Ein Feldbett hält dich bei Regen über der Pfütze im Zelt, verliert keine Luft und hält Krabbeltiere fern. Ein einfaches Modell kostet ab etwa 30 Euro und hält bei guter Pflege viele Festivalsommer.

Was kostet ein gutes Feldbett fürs Festival?

Etwa 30 bis 90 Euro reichen für die meisten Festivalgänger. Stahlmodelle ab etwa 30 Euro wiegen 6 bis 8 kg und passen, wenn du mit Auto oder Bollerwagen anreist. Alu-Betten für etwa 50 bis 90 Euro wiegen 4 bis 6 kg, Ultraleicht-Modelle mit 2 bis 3 kg kosten meist 70 bis 120 Euro.

Passt ein Feldbett in ein Wurfzelt?

Nur wenn das Zelt hoch genug ist. Ein normales Feldbett ist 40 bis 45 cm hoch, liegend brauchst du darüber noch 50 bis 60 cm für Körper und Schlafsack. In flache Wurfzelte passt deshalb eher ein niedriges Trekking-Feldbett mit etwa 15 cm Höhe. Miss vorher die Innenhöhe an der Stelle, wo das Bett stehen soll.

Wie schütze ich mein Feldbett auf dem Festival vor Diebstahl?

Am wirksamsten mit einem günstigen, unauffälligen Modell, denn ein Zelt lässt sich nicht abschließen. Schreib deinen Namen mit wasserfestem Stift auf Rahmen und Tasche und lass das Bett im Zelt statt davor stehen. Wertsachen gehören an den Körper, nicht unter das Feldbett, dort sucht jemand zuerst.

Aluminium oder Stahl fürs Festival?

Aluminium, wenn du weit tragen musst, Stahl, wenn du mit Auto oder Bollerwagen anreist. Alu spart auf dem oft ein bis zwei Kilometer langen Weg vom Parkplatz zum Zeltplatz spürbar Gewicht. Stahl ist günstiger und verzeiht Stöße beim Transport, wiegt aber meist 1 bis 3 kg mehr.

2016

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